Zum aktuellen Stand der Schuldiskussion in Kaiserslautern
So sah das ursprüngliche Konzept für die Umsetzung der Schulstruktur in Kaiserslautern aus:
Stand heute:
Feststellung: Die Schülerzahlen haben sehr stark abgenommen. Vor allem die SPD hat schon bei der Vorlage des ersten Konzepts befürchtet, dass die dort zugrunde gelegten Zahlen mehr dem Wunsche als den Tatsachen entsprächen. Auf die Frage, wo die Schülerinnen und Schüler für die ursprünglich vorgesehen Realschulen plus geblieben seien, erklärte der Beigeordnete Färber hierzu im Stadtrat: „Ich kann es mir nicht erklären."
Der Beigeordnete Färber muss sich hier fragen lassen:
Warum bei der Erstellung des ursprünglichen Konzepts Wunschvorstellungen der Vorzug vor belastbaren Daten gegeben wurde.
Warum das Referat Schulen nicht zuerst intern ein Konzept für die Umsetzung der Schulstruktur erarbeiten durfte (dies wäre sicher sehr leicht möglich gewesen) und dann der Dialog mit den Schulen und Fraktionen gesucht wurde
Warum dann nicht wenigstens in der Zeit von Mai 2009 bis August eine neue realistische Datenlage erarbeitet und in ein geändertes Konzept eingearbeitet wurde.
Ob er als Beigeordnete nicht den Mut hatte die sich abzeichnenden Schulschließungen zu vertreten
Was wäre geschehen, wenn das Ministerium und die ADD das ursprüngliche Konzept der Stadt Kaiserslautern zugelassen hätten?
Eine dritte IGS hätte es nicht gegeben, es hätten nur zwei Klassen gebildet werden können (die IGS Bertha-v.-Suttner wird im Schuljahr 2010/2011 nur fünfzügig)
Mangels Anmeldungen an drei der vier geplanten Standorten für die Realschule plus (Mindestzahl 51) hätten wir auch keine Realschulen plus im Schuljahr 2010/2011.
Da der Beigeordnete nichts unternommen hat, um ein neues Konzept zu entwickeln, hätten wir zu Beginn des Schuljahrs 2010/2011 noch den gleichen Stand wie zu Beginn des Jahres 2009! Es gäbe keine Realschule plus und keinen Einstieg in die Vierzügigkeit an der IGS Goethe. Dies würde eine Benachteiligung der Schülerinnen und Schüler der Stadt gegenüber denjenigen im Landkreis bedeuten.
Fazit:
Es hat sich gezeigt, dass die zur Zeit vorhandenen Daten realistische und zukunftsbezogene Entscheidungen nicht in der erforderlichen Präzision zulassen. Was längst schon hätte geschehen müssen, kann nun nicht länger aufgeschoben werden. Alle für eine Bildungsplanung der Stadt erforderlichen Daten müssen erfasst und in einen umfassenden Bildungs- und Schulentwicklungsplan für die Stadt Kaiserslautern eingearbeitet werden. Um ein von möglichst allen akzeptiertes Ergebnis zu erhalten, sollte damit ein externes Institut beauftragt werden.