Die Vorstellungen der GRÜNEN bezüglich der Bebauung des alten Pfalztheaterplatzes, welche man heute der Presse entnehmen konnte, haben auf den ersten Blick einen gewissen Charme ! Sicherlich hat die Fraktion der GRÜNEN bevor sie mit dieser „heile Welt" Idee an die Öffentlichkeit gegangen ist, auch die rechtlichen Gegebenheiten, für welche übrigens weder die GRÜNEN noch die SPD etwas können, abgeklärt. Im Klartext heißt dies, sie haben sicher mit Q-Park gesprochen; damit diese auf ihre vertraglich gesicherten Rechte verzichten und den Weg für den Bau einer Markthalle freimachen. Des weiteren bin ich überzeugt davon, dass die GRÜNEN auch bereits einen Investor für ihre Vorstellungen, das heißt den Markthallenbau und die Wasserspiele gefunden haben. Fazit: Problem gelöst! Vor meinem geistigen Auge sehe ich bereits dies schöne neue Ensemble auf dem alten Theaterplatz, sehe die Wasserspiele im Sonnenschein glitzern, einfach schön!
Nur eines stört dieses schöne Bild, nämlich das vor sich hin gammelnde Karstadtgebäude, bemalt, besprüht mit eingeschlagenen Fenstern. Das Karstadtgebäude haben die die GRÜNEN in ihrer Euphorie völlig außer acht gelassen! Was soll damit passieren, wer kümmert sich darum?
Wer das von Herrn Gondrom freundlicherweise an alle Ratsmitglieder verschickte Buch „ Angriff auf die City" genau studiert hat, kann auf Seite 271 den entscheidenden Satz lesen: „Ein integriertes und flächenmäßig angepasstes Center kann ein positiver Impuls für die jeweilige Stadt sein. Ein fehlplaziertes, überdimensioniertes Center dagegen wird dauerhaften Schaden für die jeweilige Stadt zur Folge haben." Dieser Satz muss die Maxime für unsere Entscheidung sein.
Der Vorschlag der GRÜNEN und ihr Nein zu einem Center geht absolut in die falsche Richtung und ist die falsche Entscheidung zum Schaden von Kaiserslautern.
SPD-Stadtratsfraktion
Andreas Rahm
Fraktionsvorsitzender