Bei den bislang durch die Bundesregierung vorlegten Vorschläge sieht der Stadtrat die Gefahr, dass es bei den Langzeitarbeitslosen zu Verschlechterungen kommt, da kaum noch geeignete Instrumente zur Verfügung stehen, die für diese Personen eine Brücke zum Arbeitsmarkt bilden. Für die Jobcenter wird es immer schwieriger werden, Langzeitarbeitslose in den ersten oder zweiten Arbeitsmarkt zu integrieren.
Durch die Kombination der Instrumentenreform und die erhebliche Reduzierung der Eingliederungsmittel im Bereich des SGB II werden auch die lange Zeit erfolgreiche Trägerstrukturen in den Kommunen zerstört. Vor allem Träger, die sich auf die Beschäftigung und die Betreuung von Langzeitarbeitslosen konzentrieren, stehen damit praktisch vor dem Aus. Damit enden auch viele erfolgreiche Projekte in und mit den Kommunen.
Der Stadtrat von Kaiserslautern fordert daher die Bundesregierung auf, Ihren Gesetzentwurf grundlegend zu überarbeiten und vor allem öffentliche geförderte Beschäftigung praxisnah auszugestalten und den Eingliederungstitel bedarfsgerecht auszustatten.